Marlene Wörndl
Gemeinderätin der Stadt Salzburg

Fünf Übergangswohnungen für Frauen in Not

28.09.2009 / aktualisiert 08.10.2009, Marlene Wörndl

Langjährige ÖVP-Forderung steht kurz vor der Verwirklichung. Es geht darum, Existenz nachhaltig sichern.

Die Ausgangslage ist stets die gleiche und stets prekär: Eine Beziehung geht in die Brüche und plötzlich sind Frauen gezwungen, unverzüglich die gemeinsame Wohnung zu verlassen. Auch wenn Ehen scheitern, stehen Frauen oft alleine da, insbesondere wenn die Wohnung die Dienstwohnung des Mannes ist oder man im Haus der Schwiegereltern nur "Gast" war.

Jetzt strickt die Stadtgemeinde Salzburg ein erstes Auffangnetz für Frauen in solchen Notsituationen: In fünf Übergangswohnungen der Stadt (mit der Option auf fünf weitere) sollen sie in Zukunft ihr Leben wieder in geordnete Bahnen lenken können. Nachtrag: Ein entsprechender Amtsbericht liegt bereits vor, am 8. Oktober wurde er im Sozialausschuss beschlossen. Damit wird eine langjährige Forderung der ÖVP umgesetzt: So hatte ÖVP-Stadträtin Claudia Schmidt noch in ihrer Funktion als ÖVP-Klubobfrau die Schaffung solcher Übergangswohnungen gefordert. Für die Bewohnerinnen der mit dem Notwendigsten eingerichteten Wohnungen (in der Größe von ca. 50 m²) sind die Unterkünfte mietfrei, Betriebs- und Heizkosten sind aber zu entrichten.

Wir müssen rasch handeln!

Wir freuen uns, dass das Wohnungsamt hier rasch reagiert und den Vorschlag der ÖVP aufgegriffen hat. Durch den Umzug in die Übergangswohnungen bekommen die Frauen die Möglichkeit, ihr Leben in den eigenen vier Wänden wieder in den Griff zu bekommen. Dafür haben ich mich gemeinsam mit Stadträtin Schmidt für die Realisierung dieses Vorhabens eingesetzt und zugunsten der Einrichtung heuer ein Sommerfest veranstaltet - Ergebnis: 1500 Euro! Dieses Geld soll für den ,Wohlfühlfaktor’ in diesen Wohnungen dienen. Ich habe dem Leiter des Wohnungsamtes, Peter Holzmann, mitgeteilt, dass er sich das Geld jederzeit bei mir abholen kann

Jetzt heißt es, das Vorhaben möglichst rasch zu verwirklichen, um noch vor der kalten Jahreszeit helfen zu können. Aber danach dürfen wir die Frauen mit ihrem Schicksal dann alleine zu lassen! Wir müssen dafür Sorge tragen, dass sich die Situation der Frauen nicht nur für drei bis sechs Monate, sondern langfristig verbessert. Existenz nachhaltig sichern bedeutet für eine Aus- und Weiterbildung zu sorgen, aber gleichzeitig auch eine psychologische Stütze zu bieten. Es liegt an uns, die Frauen wieder zurück in das Berufsleben und in eine gesicherte Existenz zu führen.

Laut Amtsbericht werden die Übergangswohnungen längstens für einen Zeitraum von sechs Monaten vergeben. Der Mieteinnahmenentfall der Stadt für die fünf Wohnungen wird mit rund 13.500 Euro per annum bewertet.


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