Marlene Wörndl
Gemeinderätin der Stadt Salzburg
Frauenpolitik 365 Tage im Jahr
8.März 2010, Marlene Wörndl
Weltfrauentag: JVP Stadt Salzburg unterbreitet Landeshauptfrau Burgstaller Resolution zu aktuellen Frauenfragen
Den heutigen Weltfrauentag haben die Mädchen und Frauen der Jungen ÖVP in der Stadt Salzburg zum Anlass genommen, um der obersten Frau im Lande, Landeshauptfrau Burgstaller, eine Resolution zu brennenden Frauenthemen zu unterbreiten. Wir wollen weniger Show, sondern echte Frauenpolitik. Und das nicht nur an einem Tag zwecks parteipolitischer Inszenierung, sondern 365 Tage im Jahr. Es muss möglich sein, dass Frauen im 21. Jahrhundert ihr Lebensmodell nach ihrem Gutdünken individuell leben. Gegenseitiges Ausspielen der Geschlechter ist passé. Vielmehr muss sich die Politik um geeignete Rahmenbedingungen für Frauen kümmern und nehme dabei die Landeshauptfrau in die Pflicht. Gerade Frauen in der Politik sind aufgefordert, nicht die gleichen Fehler zu machen wie sie viele Männer davor gemacht haben. Wir sind als Frauen gefordert, uns für die Anliegen der Frauen einzusetzen. Hier müssen wir gemeinsam und besonders die Landeshauptfrau endlich aktiv Akzente zu setzen.
Die JVP Stadt Salzburg fordert daher die Frauenreferentin des Landes Salzburgs auf, folgende Punkte umzusetzen bzw. in die politische Diskussion einzubringen:
Resolution
- Junge Frauen und ihre Gesundheit: Wir fordern eine breite Gesundheitsinitiative für junge Frauen unter 35 Jahre im gesamten Land Salzburg.
- Unterstützung für junge Mütter in Ausbildung (ob Schule, Uni oder Lehre) – es gibt keine Hilfe aus der Sozialhilfe, der Budgetposten zur relevanten Bestimmung wurde für 2010/2011 gestrichen und ist seit 15 Jahren nicht dotiert.
- Wir fordern mehr Attraktivität für soziale Berufe, besser ausgehandelte Kollektivverträge und höhere Löhne
- Höhere Wertschätzung für „vermeintlich“ weibliche Berufe
- Ausbau einer flächendeckenden qualitativen Nachmittagsbetreuung für Kinder an Pflichtschulen, damit Frauen die Chance bekommen ganztags zu arbeiten und nicht zu Teilzeitjobs regelrecht gezwungen werden
- Die Väterkarenz soll endlich salonfähig gemacht werden. Ab dem Abstillen des Kindes kann der Vater das Kind ebenso betreuen wie die Mutter
- Niederschwellige Anlaufstellen für wohnungslose und obdachlose Frauen mit der Möglichkeit „betreuter Wohnungen“ danach
- Familienfreundliche Arbeitszeiten und familienfreundliche Kollektivverträge
- Gleiches Geld für gleiche Arbeit
- Ausbau der first love Ambulanz (einmal die Woche ist zu wenig)
- Frauenhäuser müssen auch für Frauen unter 18 geöffnet werden
- Die Hälfte der Mittel für Arbeitsmarktpolitik soll für Frauenspezifische Projekte eingesetzt werden
Uns ist durchaus bewusst, dass nicht alle unsere Forderungen sofort realisierbar sind, aber die Themen gehören endlich in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. Und wer weiß, vieles davon ist gar nicht so utopisch als man (und frau) glauben möchte, wenn man/frau 365 Tage im Jahr Frauenpolitik für alle Frauen macht. Also, Frau Landeshauptfrau, packen Sie die offenen Punkte mit uns an!
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