Karoline Makowitz
Gemeinderätin der Stadt Salzburg

„Junges Wohnen – Raus aus dem Nest! Rein ins Leben!“

17.September 2010, Karoline Makowitz

Die Junge Volkspartei in der Stadt Salzburg setzt Prioritäten für junges und leistbares Wohnen. Wir möchten den jungen Menschen ermöglichen, ein unabhängiges und selbstständiges Leben in den eigenen vier Wändern führen zu können.

Ist-Situation

  • Die offiziellen Listen der Stadt Salzburg verzeichnen tausende Personen auf der Suche nach einer Wohnung. Insbesondere junge Menschen müssen auf der Suche nach der ersten eigenen Wohnung lange Wartezeiten in Kauf nehmen.
  • Die Wohnungen in der Stadt Salzburg sind exorbitant teuer. Es handelt sich um die teuersten Wohnungen aller Landeshauptstädte. Der Mietpreis liegt im Durchschnitt bei inzwischen über € 12 pro m². Hinzu kommen die Hinterlegung einer Kaution und eventuell die Zahlung einer Maklerprovision. Der Kaufpreis liegt bei ca. € 3.000 pro m². Kaum leistbar für junge Menschen. Insbesondere der Kauf von Eigentum ist für junge Menschen nicht finanzierbar, obwohl Eigentum langfristig billiger wäre als Miete. Die hohen geforderten Eigenmittel hindern junge Menschen daran diesen Schritt zu wagen.
  • Es existieren nach wie vor renovierungsbedürftige Objekte und Substandard- Wohnungen aus den 1940er bis 1960er Jahren. Diese vermeintlich günstigen Wohnungen sind daher oft mit sehr hohen Betriebskosten behaftet. Darunter befinden sich auch Objekte, die bei Einhaltung des Standards nicht mehr bewohnbar wären.
  • Nur wenige verwertbare Gründe für neue Wohnsiedlungen: Abgesehen von altem Kasernenareal und teils schwer kontaminierten Böden, gibt es nur wenig ausreichend große Flächen für neue Wohnprojekte.
  • Die Wohnungsvergabe wird nach einem Punktesystem abgewickelt, welches allerdings mangelhaft ist und junge Menschen benachteiligt, die einfach nur die elterliche Wohnung verlassen wollen, um ein selbstständigeres Leben zu führen. Alleine 20% der Wohnungen werden an Dritt-Staatsangehörige vergeben.

Was ist das Ziel der JVP Stadt Salzburg?

Wir möchten den jungen Menschen ermöglichen ein unabhängiges und selbstständiges Leben führen zu können. Dazu gehört auch die erste eigene Wohnung, ob es sich nun um eine Miet- oder Eigentumswohnung handelt. Die Politik der Stadt Salzburg unter Bürgermeister Dr. Heinz Schaden (Sozialdemokratische Partei Österreichs - SPÖ) macht es aber beinahe unmöglich diesen Start ins Leben zu ermöglichen.

Die JVP Stadt Salzburg fordert daher…

  • „Startwohnungen“ für junge Menschen zu schaffen: Kleinwohnungen von 40 bis 60 Quadratmeter sind für viele junge Menschen oft ausreichend und daher leistbar zu machen. Diese Wohnungen müssen nicht unbedingt in der Innenstadt liegen, benötigen aber eine gute Verkehrsanbindung, auch des öffentlichen Verkehrs. 5-10% aller geförderten Wohnungen sollen jungen Menschen für eine Dauer von 5 Jahren zur Verfügung gestellt werden. Ein Teil der Miete (max. € 400) ist in ein „Rücklagenkonto“ einzubezahlen, welches nach Ablauf der 5 Jahre den Ex-Mietern zur Deckung der Kautions- und Maklerkosten dienen soll. Dieser Zeitrahmen ermöglicht es jungen Menschen aber auch Eigenmittel für den Kauf von Eigentum anzusparen.
  • Miete und Eigentum möglich zu machen: Miete kommt langfristig immer teurer als Eigentum. Außerdem steigt mit zunehmenden Alter und Familiengröße auch der Wunsch nach Eigentum. Daher unterstützt die JVP Stadt Salzburg auch die Forderung von Landesrätin Doraja Eberle (Österreichische Volkspartei – ÖVP) nach einer Halbierung der notwendigen Eigenmittel beim Kauf. Dies hätte zur Folge, dass sich auch junge Menschen Eigentum leisten können.
  • die Schaffung von flexiblen Miet-Kauf-Modellen. Im Augenblick existieren keine Modelle, die einen Vorteil vor der einfachen Miete bieten können. Es muss ein größerer Teil der Miete für den Eigentumskauf angerechnet werden. Dies wäre eine Möglichkeit für junge Menschen langfristig auf Eigentum zu setzen.
  • Das Punktesystem bei der Vergabe von Wohnungen muss transparenter gestaltet werden und für Interessierte leichter zugänglich und einsehbar. Junge Menschen sind bei der Vergabe von Punkten stärker zu berücksichtigen.


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