Josef Weiser
Gemeinderat der Stadt Salzburg

Keine Wohnungsnot?

15.April 2011, Josef Weiser

Vom Penthouse aus sieht man halt keine Wohnungsnot. Panosch leidet unter sozialer Teilleistungsschwäche!

Mit Unverständnis und Kopfschütteln muss man auf die Aussagen von Bgm.-Stv. Dr. Martin Panosch reagieren, wonach es in Salzburg keine Wohnungsnot gebe. Damit widerspricht ausgerechnet das für Sozialangelegenheiten zuständige Stadtregierungsmitglied sämtlichen Experten und jeder Lebenserfahrung, die junge Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt machen, die nicht über das Gehalt eines Vizebürgermeisters verfügen. Diese Ignoranz ist empörend. Panosch soll einmal den komfortablen Bereich seines Büros im Schloss Mirabell verlassen und sich auf Wohnungssuche begeben. Dann wird er rasch feststellen, dass mit einem "normalen" Einkommen kein Staat zu machen ist. Dann wird er merken, dass leistbare Wohnungen für die Jugend dieser Stadt schnell zur Mangelware werden.

Panosch-Forderungen beim Wahlkampfauftakt von Panosch bereits vergessen

Ich erinnere daran, dass Bgm.-Stv. Panosch noch vor kaum mehr als zwei Jahren bei der Wahlkampfauftaktveranstaltung der SPÖ am 12.1.2009 in Lehen noch ganz andere Töne gespuckt hat. Damals sagte Panosch im O-Ton: "Also was mir ganz, ganz wichtig ist, wir müssen so viele Wohnungen wie möglich bauen. Der Wohnungsmarkt in der Stadt Salzburg ist immer noch nicht leicht, aber, was aus meiner Sicht entscheidend ist, die Tendenz ist positiv. Und so wie bisher, wollen wir da voll zupacken!"

Seine eigenen Forderungen aus dem Wahlkampf hat Panosch bereits vergessen. So nach dem Motto was nicht sein kann, das nicht sein darf. Was regt´s Euch auf, ist ohnehin alles paletti. Mit Verlaub Herr Vizebürgermeister, Schönreden und Probleme leugnen ist kein brauchbarer Ansatz für Politik, die Probleme eigentlich lösen und nicht leugnen sollte!

Bedauerlich ist, dass Panosch offensichtlich jegliches Verständnis für soziale Probleme fehlt. Statt mit Energie an deren Lösung zu arbeiten, wird deren Vorhandensein einfach weggeredet. Wer so agiert, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, unter einer sozialen Teilleistungsschwäche zu leiden.



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